Hintergrundinformationen:
Die Brücke über die Julianalaan wurde um 1905 errichtet, als die Gleisanlage des Bahnhofs Haarlem auf einem erhöhten Damm angelegt wurde. An der Stelle der Julianalaan, wo parallel der Fluss Delft verläuft, war eine Brücke mit einer Spannweite von etwa 19 Metern erforderlich. Zwei Widerlager und je ein Träger pro Gleis erwiesen sich als ausreichend. Für die Träger wurde jedoch eine für die damalige Zeit neuartige Bauweise verwendet, die kurz zuvor vom Leuvener Chefingenieur A. Vierendeel entwickelt worden war. Die Brücke ist heute über 120 Jahre alt, aber in gutem Zustand. Die Durchfahrtshöhe beträgt 3,60 Meter. Um 1905 war sie ausreichend, heute gibt sie jedoch Anlass zur Sorge, insbesondere im Güterverkehr.
Architektonische Details:
Das Widerlager dieser Brücke besteht aus Steinmauerwerk mit Akzenten aus Naturstein. Das Widerlager ist für zweigleisigen Betrieb geeignet und wird auch als solcher genutzt. Die Rückseite des Widerlagers geht üblicherweise in den Bahndamm über, auf dem die Gleise verlaufen. An beiden Seiten des Widerlagers befinden sich Stützmauern, die verhindern, dass das Gefälle auf den angrenzenden Gehweg abfließt. Im Laufe der Jahrzehnte standen verschiedene Zäune auf diesen Stützmauern, um den Zugang zu den Gleisen zu erschweren. Dank des angewandten Vierendeel-Prinzips ist eine Querverstrebung der Träger nicht mehr erforderlich, sofern die Winkel ausreichend steif sind. Der entlang der Träger angelegte Inspektionspfad beeinträchtigt die Sicht auf diese technische Innovation geringfügig.