Hintergrundinformationen:
Um 1950 herrschte akuter Wohnungsmangel. Mehrfamilienhäuser gab es zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Jahrzehnten, doch im Falle dieses großen Beispiels lassen sich die einzelnen Bauphasen noch heute am Gebäude nachvollziehen. So begann 1950 der Bau des ersten Mehrfamilienhauses, Nr. 109. Zwei Jahre später wurde der Bau von Nr. 121 abgeschlossen. In der Zwischenzeit hatten sich die Baupläne und damit das Endergebnis jedoch grundlegend verändert. Während die ursprünglichen Gebäude dunkel und nach innen gedrängt waren und drei Wohnungen übereinander lagen, verfügen die späteren Mehrfamilienhäuser über viel Tageslicht und sechs Wohnungen in einer Zwei-mal-Drei-Wohnungsanordnung. Mit zunehmender Erfahrung wurden viele Verbesserungen vorgenommen, die Bauweise optimiert und effizienter gestaltet.
Konstruktionsdetails:
Die Häuser sind in Kettenverband-Mauerwerk errichtet. Diese Art von Mauerwerksverband ist in niederländischen Gebäuden, insbesondere ab den 1960er Jahren, eher unüblich; stattdessen wurde häufig der unregelmäßige Verband verwendet. Dekorative Elemente finden sich in den Details. Bei den Veranden 109 und 111 befinden sich Segmentbögen über den Fensterrahmen, während bei den späteren Veranden dekorative Elemente im Mauerwerk über dem großen Verandafenster zu finden sind. Die Häuser sind mit Keramikdachziegeln des Typs „Nieuwe Hollander“ gedeckt. Die Dachrinnen- und Firsthöhen sind bei allen Veranden gleich. Es gibt jedoch einige vorverandaspezifische Anbauten, insbesondere an der Rückseite. Das Gebäude in Markenburg ist für jede Veranda in Segmente unterteilt. Dies erleichtert natürlich die Erstellung des gesamten Gebäudes erheblich, aber auch Teildarstellungen oder eine andere Verandakonfiguration sind im Modell möglich.